DIE ZEIT: Als das Geld vom Himmel fiel

Ein wichtiger und langer Artikel, der am 14.01.2010 von der ZEIT veröffentlicht wurde: dass die Zentralbanken Geld geschaffen haben, um es den Banken zu geben. Doch wo ist es geblieben, da es bei Firmen ja nie angekommen ist?

Wie man sieht, ist das Wachstum von Nationalen und damit pro Kopf-Schulden stetig, um nicht zu sagen, exponentiell. Hier seit 1955:

Quelle: Statistisches Bundesamt; Grafik: ZEIT ONLINE

Ein resignierender Schlusssatz: am Ende gewinnt immer die Bank. Und kurz vorher werden sie genannt, die Gewinnerbanken: Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank, Goldman Sachs, JP Morgan. Dies sind also die “systemrelevanten” Banken. Too big to fail…

Schon schlimm, dass es so weit gekommen ist: dass nicht einmal ZEIT-Autoren sich fragen, ob es so sein muss, dass die Zentralbanken Regierungen und Banken an Zinsketten legen und Banken den Rest der Bevölkerung. Und das im Namen von Demokratie und Rechtsstaat…

Das einzige Recht, das zu gelten scheint, ist das Recht, Geld zu drucken. Egal für wen und was der damit finanziert. Hauptsache, die eigenen Interessen sind gewahrt, und das eigene Überleben ist gesichert. Nach mir die Sintfult. Egoistischer geht’s nicht.

Staatsschulden in der Schweiz: fortschrittshemmend und wachstumsfeindlich

VIMENTIS ist eine Organisation, deren Dokument Staatsschulden (2003) nicht nur eine gute Grafik enthält, sondern auch die Auswirkungen von Staatsschulden als “Profi-Wissen” beschreibt.

Interessant ist der kleine Paragraph: “Egal wie der Staat seinen wachsenden Finanzbedarf deckt, er schränkt dadurch das Wachstum der Volkswirtschaft ein.”

Sogar in der Schweiz waren die Zinszahlungen 2002 höher als die Ausgaben für Bildung!

Virtueller Beitrag zum Banken-Tribunal

Dr. Werner Rügemer hatte die Idee für ein “Banken-Tribunal”, das ATTAC nun im April an der Volksbühne in Berlin inszeniert.

Nach einem Telefongespräch mit Herrn Rügemer, der mir als Chef-Ankläger seine Anklageschrift zukommen liess, war ich so begeistert, dass ich meine Ideen mit PowerPoint ausdrückte.

Hier sind die 23 Dias als Anklage der langfristigen Systematik, die zu kurzfristigen Krisen führt.

Move Your Money => Measure Our Money

Die Huffington Post is Nummer Eins auf der Technorati-Liste von Blogs. Herausgeberin Arianna Huffington startete kurz vor Neujahr die Kampagne “Move Your Money” mit einem Video, das mittlerweile mehr als 427,000 mal angesehen wurde. Auf http://www.youtube.com/watch?v=Icqrx0OimSs

Es geht einfach darum, dass man seine Konten bei den grossen “systemrelevanten” Banken auflöst und mit kleinen Banken und Kreditgesellschaften arbeitet.

Die Facebook-Gruppe hat mehr als 26,000 Fans, und am System wird sich nicht viel ändern. Aber der Trend, dass die Grossen die Kleinen schlucken, wird vielleicht aufgehalten. Und mehr Menschen werden zum Nachdenken gebracht. Ausserdem haben die Medien was Interessantes zu berichten!

Für die tiefer liegende systematische Unterhöhlung der Währung sind die Zentralbanker und Finanzminister zuständig. Und die sollten “Währungsmaße” einführen, ausser sich auf BSP, Inflation und öffentliche Schulden zu verlassen. Für den Fall, dass sie das System besser verstehen wollen, wären folgende Maße hilfreich

    für den Staatshaushalt
    – das Verhältnis von Steuereinkünften zu Staatsschulden

    für die Geldmenge einer Nation
    – das Verhältnis von Bargeld zu Kreditgeld

    für die Möglichkeit von Staatsbankrotten
    – das Verhältnis von Schulden in der eigenen Währung zu Schulden in Fremdwährungen.

Bei Geld geht es nicht nur um Plus und Minus wegen Schulden und Profiten, sondern auch um Verhältnisse von verschiedenen Arten von Geld und von Währungen!

Effekte von Staatsschulden

Die Tatsache, dass der Staat Schulden macht anstatt selbst Geld herauszugeben, hat fundamentale Folgen auf unterschiedlichem Niveau:

  1. wird der Steuerzahler unnötig mit Zahlungen von Zinsen und Zinseszinsen belastet
  2. wird der Staatshaushalt unnötig begrenzt, da obendrein auf Seigniorage als Einkommensquelle verzichtet wird
  3. bietet der Staat mit Staatsanleihen “privilegierten Reichen” die Möglichkeit, durch Zinszahlungen reicher zu werden
  4. hat der Staat seine Macht der kontrollierten zinsfreien Schöpfung von Bargeld an Banken und Zentralbanken die unkontrollierte Schöpfung von verzinsbarem Kreditgeld überlassen
  5. trägt er zu der Menge von “Kreditgeld” bei, das im Umlauf ist, anstatt ein Gleichgewicht durch “Bargeld” zu schaffen; denn von irgendwo muss ja “Zinsgeld” kommen.

Durch die Erhöhung des Kreditgeldes trägt der Staat zu “monetärer Inflation” bei, die eine “Währungsdeflation” zur Folge hat. Die Kaufkraft schwindet, und mehr und mehr Dinge werden weniger und weniger “wert”:

  • Preise steigen und täuschen Inflation vor, aber der Wert der Produkte und Dienstleistungen steht in keinem angemessenen Verhältnis zum Wert des Geldes, das im Umlauf ist.
  • Gleichzeitig rennen mehr und mehr Leute hinter weniger und weniger Kreditgeld her, um mehr und mehr Zinsgeld zu borgen.
  • Hinzu kommen die Banker, die “Geld” dadurch aus Kreditgeld machen, dass sie Schulden verkaufen, um Zinsen zu kassieren…

Als Beispiel für die Wertverzerrung sei das Haus von Eltern erwähnt, die aus Altersgründen in ein Heim müssen. Man stelle sich einerseits vor, wieviel es gekostet hat, was alles in das Haus getragen wurde. Andererseits weiss jeder, dass es weit unter dem Geldwert ist, der jetzt erzielt werden kann und noch mehr unter dem, was ein Heimplatz kostet.

FAZIT: Für den Fall, dass Politiker daran interessiert sein sollten, das finanziell Beste für Ihre Wähler zu tun, sollten sie für öffentliche zinsfreie “Kredite” sorgen, besonders für das, was man “sozial” nennt: Umwelt, Gesundheit, Erziehung, Arbeitslose, Kranke, Kinder, Jugendliche, Rentner.

Ausserdem sollte man sich fragen, warum das Bundesschuldbuch, das von der Finanzagentur geführt wird, dem Schuldengeheimnis unterliegt, wenn es um eine öffentlliche Institution geht, die öffentliche Schulden führt, für die Steuerzahler aufkommen…

Let’s Make Money – Vom Wahnsinn, der Methode hat

Auf der Webseite Let’s make MONEY wird das Thema Staatsschulden als Mittel erwähnt, mit dem Regierungen erpressbar geworden sind und dadurch ‘Opfer’ der Finanz-Mächtigen geworden sind.

Regierungen sind aber wegen ihrer hohen Verschuldung nur deshalbe erpressbar, weil kurzfristig Regierende nicht wissen oder “vergessen” haben, dass der Staat zinsfreies Geld herausgeben kann und dabei Seignorage als Einkommen hat.

Warum Staatsverschuldung schlecht ist

Bei der Diskussion um Staatsverschuldung auf verschiedenen Blogs habe ich soeben formuliert, was mich daran stört:

  1. sie ist ein komplexes System, das sich aus Staatskrediten, Staatsschulden und Staatsanleihen zusammen setzt, die alle zu “Kreditgeld” beitragen und damit die Notwendigkeit für “Zinsgeld” verursachen
  2. Staatsschulden sind i.a. zu langfristig für kurzfristig amtierende Regierungen
  3. sie sind in der Gesamtheit so hoch, dass das Kapital nicht zurück gezahlt werden kann, sondern es i.a. nur auf Zinsen- und Zinseszinszahlungen ankommt
  4. sie erhöhen den Anteil des KREDITgeldes, das im Umlauf ist, ohne dass die Menge des BARgeldes ähnlich erhöht wird
  5. durch die Notwendigkeit der Zinszahlungen muss immer wieder mehr und mehr Geld geborgt werden, ohne dass jemand Zinsen als Geld schöpft
  6. dass dadurch eine “Währungsinflation” eingeführt wird, die statistisch nicht erfasst wird
  7. dass die Käufer von Bundeswertpapieren profitieren, während die Nichtkäufer unter der dadurch beigeführten Währungsinflation leiden; dabei agiert die Finanzagentur GmbH im Namen der Bundesrepublik als Kapitalanlagegesellschaft und schafft noch einen Grund zur Schöpfung von Zinsgeld
  8. dass die Beschleunigung der Nachfrage nach Krediten zu einer “Wachstumsbeschleunigung” der Staatsverschuldung führt
  9. dass der Staat für seinen Haushalt BARgeld herausgeben könnte anstatt, wie private und institutionelle Anleger, sich Geld zu borgen
  10. dass der Unterschied zwischen “Schulden im Namen des Staates” für Anleger und “Schulden für den Staatshaushalt” verschleiert wird
  11. dass jeder, der ein wenig sparen kann, sich Bundeswertpapiere kaufen kann, und damit zu den “Schulden im Namen des Staates” beiträgt, aber es genug Arme gibt, die von dieser sicheren Geldanlage nie profitieren können
  12. dass Staatsschulden dazu beitragen, dass der Staat weniger und weniger Öffentliches leistet, dass Reiche reicher und Arme ärmer werden
  13. dass auf Staatsniveau “Wertpapiergattungen” erfunden werden, so wie Banken “Finanzprodukte” erfinden, während der eigentliche Sinn des Geldes, als Tauschmittel zu fungieren, kaum noch erfüllt wird
  14. dass die Praxis, Geld aus Geld zu machen, höchstrangig institutionalisiert wurde, während sie in fast allen Religionen und Philosophien verboten ist
  15. dass die Unkontrolliertheit dieser Schöpfung von Kreditgeld den Namen der Bundesrepublik missbraucht, damit einige wenige davon profitieren können.

Ob mir noch mehr Gründe einfallen werden?

Chronik der Staatlichen Schulden-Verwaltung in Preussen und Deutschland

Hier ist die Chronik der Institutionen, die dafür gesorgt haben, dass der Wert der jeweils gültigen Währung systematisch unterhöhlt wird.

Publiziert von der Finanzagentur GmbH der Bundesrepublik Deutschland, eine der Institutionen, die ich im Banken-Tribunal von ATTAC anklagen werde.

Warum wir die Staatsschulden nicht zurückzahlen sollten

Dieses Interview mit Dr. Werner Rügemer untersucht die wahren Ursachen der Finanzkrise in wunderbar umfassender Weise:

  1. Die Deregulierung der Finanzmärkte
  2. Die Finanzprodukte der “Interbankengeschäfte”
  3. “Public Private Partnerships” als verschiedene Formen der Privatisierung
  4. Die Überschuldung der westlichen Staaten als Voraussetzung für eine Erpressbarkeit fon Regierungen
  5. Die Korruption, die dadurch entstanden ist, bricht den politischen Willen der Mehrheit

Ausserdem werden 5 Argumente, sofort die Rückzahlung von Staatsschulden zu stoppen, erläutert:

  1. Die Vergabe der Kredite ist “leichtfertig”, ohne professionellen Rückzahlungsplan. [Hierzu sollte man die Grundgesetz-Vorschrift lesen, die Herr Dr. Först auf seiner Seite Staatsverschuldung veröffentlicht.]
  1. Bestimmte Praktiken von Banken führen zu zusätzlicher Verschuldung
  2. Die Banken wussten nicht, was sie tun. Deshalb sind sie und nicht der Staat verantwortlich für die Folgen.
  3. Finanzprodukte wurden in ihrem Wesen verschleiert. Desinformation gehört zum Paradigma des Neoliberalismus.
  4. So wie es “illegitime Schulden” für Entwicklungsländer gibt, so sollten sie auch auf entwickelte Länder angewandt werden.

Dr. Rügemer ist ein wahrer Kenner der Materie.

GATA verklagt die Fed wegen Goldpreis-Manipulation

GATA ist das Gold-Anti-Trust Action Committee, das seit Jahren beobachtet, wie die Fed und einige andere ‘global player’ den Goldpreis bewusst niedrig halten.

Diese Gruppe von Gold-Investoren hat nicht nur Erfahrung mit der Fed sondern auch mit Gerichtsverfahren. Und so bestehen sie auf der Veröffentlichung von gewissen Dokumenten unter dem “Freedom of Information Act”.

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

Gutes Timing, da Kongressmitglied Dr. Ron Paul grad an dem Gesetz arbeitet, das die Fed zwingen soll, ihre Kontenführung mehr offen zu legen!